Sind Suchmaschinentricks Antagonisten?
Die Antwort lautet: Jein. Das Wort Suchmaschinentricks klingt leider oft nach Austricksen der Suchmaschinen, weil so mancher Webprogrammierer noch heute faule Tricks einsetzt, um die „Götter der Suchmaschinen“ gnädig zu stimmen.
Der PageRank-Algorithmus von Google, der die Bewertung und Positionierung einer Website vornimmt, ist mittlerweile so hochentwickelt, dass er mit faulen Suchmaschinentricks kaum noch zu überlisten ist. Das Gleiche gilt für die Bewertungs-Algorithmen weiterer Suchdienste wie Yahoo und Bing.
Die Bewertung einer WebSite und ihre Positionierung ist mit seriösen Suchmaschinentricks durchaus positiv zu beeinflussen.
Ein erfahrener und seriöser Webmaster liest und respektiert dazu die Richtlinien der Suchmaschinenbetreiber.
Die dümmsten Suchmaschinentricks
Der fachliche Inhalt eine Webseite, der wohlgeformt für den Besucher und potentiellen Kunden bestimmt ist, wird zusätzlich mit hunderten von Keywords, unter denen die Website gefunden werden soll erweitert. Diese Keywords werden einfach massenhaft wiederholt. Damit der Besucher diese sinnlose Aneinanderreihung nicht sehen kann, wird dieser Text so formatiert, dass Schriftfarbe und Hintergrundfarbe gleich sind (z.B. weiße Schriftfarbe auf weißem Hintergrund)!
Die Suchmaschinen dagegen sollen und können diese Keyword-Liste lesen, weil sie textorientiert arbeiten. Ihnen wird dieser Lesestoff angeboten, damit sie die Website höher platzieren. Der Fachbegriff dafür lautet Keyword stuffing, wird von den Suchmaschinen leicht entdeckt und mit einer Herabstufung oder sogar einem Rausschmiss bestraft.
Premium-fieser Suchmaschinentrick
Traurig, aber wahr: Eine Webagentur sicherte der Website eines neuen Kunden (z.B. Handel mit Autos) 1.000 Klicks/Tag zu, um zu suggerieren, dass seine Internetseite aufgrund der vielen Klicks ganz oben rangieren wird. Die Webagentur bediente sich dabei des Wortes SEX, optimierte die Website entsprechend und kassierte nach Klicks. (Zur Technik siehe oben)
Sex ist das Wort, nach dem am häufigsten im Internet gesucht wird. Google lieferte 2009 dazu 646.000.000 Einträge! Bing toppte es mit 1.950.000.000 Ergebnissen und Yahoo setzte noch einen drauf mit 2.090.000.000 Ergebnissen. So gut, so schön.
Das ging auch eine ganze Weile gut, weil die monatliche Klick-Statistik hervorragend war. IrgendÂwann bemerkte der Webseiten-Inhaber den faulen Zauber, weil trotz der tollen Klick-Statistiken keine Anfragen kamen; geschweige denn Umsätze generiert wurden.
Der Fall ist klar: Wer im Internet nach Sex sucht und auf der Website eines Autohändlers landet, wird wohl kaum ein Auto kaufen wollen.